Projekte im Bereich Standorterschließung sind oft hochkomplex und erfordern spezielles Knowhow und umfangreiche Ressourcen an Technik und Personal. In Fällen, in denen der Auftraggeber dies allein nicht leisten kann, das Projekt aber weiter voll in seiner Verantwortung halten will, kommt das Modell der Geschäftsbesorgung in Betracht. Sie ist eine Form der Dienstleistung, in der das operative Geschäft eines Projektes von einem Dritten ausgeführt wird, die Steuerung sowie die rechtliche und wirtschaftliche Verantwortung aber beim Auftraggeber bleibt.

Die GIU übernimmt im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages alle gewünschten Aufgaben, die ein Bauherr oder Auftraggeber eines Projektes selbst nicht erbringen kann. Dies betrifft Leistungen im Bereich Standort- und Projektentwicklung, der Erschließung und des Hochbaumanagements oder auch organisatorische Aufgaben bei Projekten der Stadt- und Regionalentwicklung. Unterschiedliche Stufen der Dienstleistungsübernahme sind möglich; bei der treuhänderischen Geschäftsbesorgung etwa verantwortet die GIU auch die Finanzverwaltung des jeweiligen Projekts in Form einer kaufmännischen Buchhaltung.

Erfolgreiche Beispiele im Bereich der Geschäftsbesorgung sind die Revitalisierung der Zechenbrache "Schacht Dilsburg" und der Industriebrache "Industriepark Halberg" zu zukunftsträchtigen Gewerbestandorten. Hierbei übernahm die GIU die Standortentwicklung, Erschließung und gewinnbringende Vermarktung. Des Weiteren ist als Referenz die Gründung des Zweckverbands "Welterbe Oberes Mittelrheintal" zu nennen. Dabei ging es um den Aufbau und die Verwaltung eines Zweckverbandes aus 59 öffentlichen Mitgliedern, wobei die GIU die Verwaltung, Projektentwicklung, Fördermittelverwaltung und das Qualitätsmanagement zu ihren Aufgaben zählte.

Gewerbestandort Eurozone Saarbrücken-Forbach

In Kooperation mit dem Saarland, dem Département de la Moselle, der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Stadt Forbach ist ein Konzept für einen attraktiven Standort für Handwerk, Produktion und Dienstleistung direkt an der deutsch-französischen Grenze erarbeitet worden. Darin werden die besondere Lage des Areals in unmittelbarer Nähe zum  Autobahn-Grenzübergang "Goldene Bremm" sowie die wirtschaftlichen Vorteile der Region als deutsch-französische Schnittstelle hervorgehoben.

Die GIU übernahm im Auftrag der Landeshauptstadt die Geschäftsbesorgung für die Erschließung des Standorts und die Verkehrsanbindung an die Metzer Straße. Im Rahmen der Geschäftsbesorgungsleistungen verantwortete die GIU auch die Verwaltung der EU-Fördermittel.

Nachdem der erste Bauabschnitt der Erschließungsarbeiten im Jahr 2006 erfolgreich abgeschlossen wurde, laufen die Vorbereitungen für einen zweiten Bauabschnitt. Dieser reagiert mit einer zusätzlichen inneren Erschließungsstraße auf die Nachfrage nach kleineren Gewerbegrundstücken am Standort. Auch für den zweiten Bauabschnitt ist die GIU mit der Geschäftsbesorgung beauftragt.

Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal

Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal ist mit 52 Gemeinden, fünf Landkreisen und zwei Bundesländern zu einem gut funktionierenden Netzwerk in der Region geworden.

Im Rahmen der Geschäftsbesorgung wurde von der GIU die Geschäftsstelle des Zweckverbandes aufgebaut. Neben der Schaffung der technischen und räumlichen Infrastruktur galt es, den Arbeitsprozess des Verbandes mit Verbandsversammlungen, Ausschüssen und Vorstandssitzungen zu organisieren, die Handlungsschwerpunkte zu definieren, die Zusammenarbeit mit Politik und Akteuren in der Region aufzubauen und eine öffentlichkeitswirksame Kommunikation zu entwickeln.


Wichtige Aktionen und strukturpolitische Entwicklungen wurden während des Geschäftsbesorgungsvertrages in die Wege geleitet und begonnen. Der dann mit eigenem Personal bestückten, dauerhaft installierten Geschäftsführung wurde somit eine reibungslos funktionierende Geschäftsstelle übergeben.


Ansprechpartner

Albert Menzenbach
Tel.: +49 681 8575-108
E-Mail: a.menzenbach@giu.de 

Gil Guillaume
Tel.: +49 681 8575 149
E-Mail: g.guillaume@giu.de

Christoph Vogt
Telefon: +49 681 8575 199
E-Mail: c.vogt@giu.de